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Kolbenkompressoren und deren Wartung!

Druckluftwerkzeuge, Wissenswertes
Kolbenkompressoren gehören zu den Verdrängungsverdichtern und sind in diesem Bereich absolute Anpassungspezialisten und wahre Allrounder. Sie sind zu Hause in der Industrie, im Gewerbe, in der Hobbywerkstatt und finden ihren Einsatz beispielsweise beim Lackieren oder Sandstrahlen, in Autowerkstätten oder bei der Druckluftversorgung von Tankstellen. Aufgrund dieser flexiblen Einsetzbarkeit sind aus den genannten Bereichen nicht mehr wegzudenken. Der Vertrieb und auch die Wartung von Kolbenkompressoren gehören zu unserem täglichen Geschäft. Aber wie kann man eine einfache Wartung selbst durchführen. Unser Experte zeigt Ihnen im folgenden Video ganz einfach Schritt für Schritt wie das geht!

Der Aufbau und die Funktionsweise von Kolbenkompressoren!

Bevor wir Schritt für Schritt die Wartung eines Kolbenkompressors durchgehen, schauen wir uns zunächst den Aufbau und die Funktionsweise an. Ein Kolbenkompressor ist grundsätzlich wie folgt aufgebaut:

  • Verdichter: Der Verdichter ist durch eine Welle mit dem Motor verbunden
  • Motor: Je nach Modell sind Kolbenkompressoren mit Elektromotoren oder kleineren Verbrennungsmotoren ausgestattet
  • Druckbehälter: Im angeschlossenen Druckbehälter befindet sich die verdichtete Luft und ist von dort aus zum Abruf bereit

Wie bereits erwähnt sind Kolbenkompressoren Verdrängungsverdichter. Hierbei wird Luft in eine oder auch mehrere Verdichtungskammern angesaugt. Im inneren eines Zylinders bewegt sich ein Kolben hin und her. Zieht sich der Kolben zurück, saugt das Einlassventil Luft an, schiebt sich der Kolben vor und schließt das Ventil. Die Luft wird durch die Abnahme des Volumens im Inneren der Kammer(n) verdichtet. Hat der Druck das benötigte oder gewünschte Druckverhältnis erreicht, öffnet sich ein Ventil (Entlastventil) und gibt die Luft in ein Auslasssystem. Neben Luft können Kolbenkompressoren aber auch noch andere Gase verdichten. Ihr Einsatz findet daher auch häufig im Bereich der Herstellung von Atemluft als Atemluftkompressor oder zur Verdichtung von Erdgas, Stickstoff und/oder beispielsweise Deponiegas statt.

Welche Schritte sind bei der Wartung wichtig?

Bevor man mit der Wartung eines Kolbenkompressors beginnt, sollte man sich erst einmal überlegen, welche Schritte zu erledigen sind. Die wichtigsten Schritte sind:

  • Der Ölwechsel
  • Austausch des Luftfilters
  • Überprüfung des Keilriemens (nur bei riemengetriebenen Kompressoren)
  • Die Kondensat-Entleerung
  • Überprüfung des Entlastungsventils bzw. Rückschlagventils
  • Die Ventilplatten

Bei riemengetriebenen Kompressoren sollte man zudem die Riemen auf Spannung und Risse überprüfen.

Der Ölwechsel!

Der Ölwechsel sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden. Hierbei spielt natürlich auch Verschmutzungs-grad eine Rolle. Lösen Sie dazu mit einem Maulschlüssel die Ölablassschraube und stellen Sie zeitgleich einen Behälter unter, damit das Öl dort hinein laufen kann. Nehmen Sie dann die Ölablassschraube ab. Achten Sie bitte darauf, den Verschlussstopfen nicht zu verlieren. So ersparen Sie sich eine mühsame Suche!

Ist das Öl vollständig abgelaufen, können Sie die Ölablassschraube wieder handfest anziehen und das neue Öl am darüber liegenden Ölfüllstutzen einfüllen. Beachten Sie dabei bitte zwei Dinge.

  1. Bei gekapselten Kompressoren (schallgedämpft) bitte ein CD 150 Öl benutzen!
  2. Bei nicht gekapselten Kompressoren bitte ein CD 100 Öl benutzen!

Der Unterschied zwischen CD 150 und CD 100 liegt in der Viskosität (Zähflüssigkeit). Bei den gekapselten Kompressoren hat man im Vergleich zu den nicht gekapselten eine höhere Verdichter Temperatur. Haben Sie alle Schritte durchgeführt, können Sie nun das Öl auffüllen Bitte beachten Sie, dass das Öl nicht zur Schmierung von Werkzeugen dient.

Der Luftfilter!

Auch beim Austausch des Luftfilters spielt der Verschmutzungsgrad eine Rolle. Aber mindestens einmal pro Jahr sollte dieser ausgetauscht werden. Nehmen Sie dazu den Luftfilter ab, entnehmen Sie die Schaumstoffmatte und tauschen Sie diese aus. Schließen Sie anschließend wieder den Luftfilter.

Der Keilriemen!

Haben Sie einen riemengetriebenen Kompressor, sind bei diesem die Keilriemen auf Spannung und Risse zu prüfen. Eine gute Riemenspannung ist gegeben, wenn der Riemen nicht von der Riemenscheide abgezogen werden kann. Ist die Spannung nicht in Ordnung, können Sie diese ganz einfach über den Antriebsmotor wieder herstellen. Lösen Sie dazu die vier Muttern am Motor und spannen Sie den Riemen neu. Überprüfen Sie im Anschluss die Spannung erneut.

Durch ein drehen an der Riemenscheibe können Sie überprüfen, ob der Keilriemen Risse hat oder nicht. Hat der Keilriemen Risse, lesen Sie bitte die DIN Bezeichnung auf dem Riemen ab und geben diese bei Ihrer Bestellung an. So bekommen Sie bei uns ganz einfach den richtigen Keilriemen für Ihren Kompressor.

Die Kondensat-Entleerung!

Das Kondensat sollte man einmal pro Woche entleeren! Unter dem Behälter befindet sich der Ablasshahn über den die Kondensat-Entleerung stattfindet. Drehen Sie diesen auf und entleeren Sie so das Kondensat.

Die Prüfung des Entlastungs- und Rückschlagventils!

Zum Schluss sollte man das Entlastungs- und Rückschlagventil überprüfen. Die Funktionsprüfung des Entlastungsventils ist ganz einfach. Sobald der Kolbenkompressor aus ist, muss aus dem Entlastungsventil für zwei bis fünf Sekunden Luft austreten. Ist dieses der Fall, ist das Ventil in Ordnung. Sollte dieses nicht der Fall sein und der Luftaustritt länger andauern, ist das Rückschlagventil defekt. Dieses muss dann ausgetauscht werden.

Wir empfehlen bei jeglichen Arbeiten am Rückschlagventil, den Behälter drucklos zu machen. Wird das nicht getan, besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Wir empfehlen einen Wartungsintervall von einem Mal pro Jahr oder je nach Auslastung des Kompressors.

Die Ventilplatten!

Die Ventilplatten werden anhand der Liefermenge und den Füllzeiten des Behälters geprüft. In unserem Beispiel haben wir eine Behältergröße von 50 L und eine Liefermenge von 170 L/Min.

Wir kommen so auf 17 Sekunden Druckaufbau für 1 Bar. Ist die Zeit hier wesentlich höher, ist mit einem Verschleiß zu rechnen und die Ventilplatten müssen gewechselt werden.

Wichtiger Hinweis zum Thema Druckluftbehälter Verordnung!

Hier gibt es zwei Prüfverfahren. Zum einen die innere Prüfung (aller 5 Jahre) und zum anderen die innere Festigkeitsprüfung (alle 10 Jahre). Bei der Festigkeitsprüfung wird der Behälter komplett mit Wasser befüllt und mit einer Handpumpe abgedrückt.

Wir empfehlen Ihnen bei einer Prüfung Mannloch- sowie Handlochdichtungen parat zu haben!

Sind Ihre Prüfplaketten bereits abgelaufen oder der Wartungszeitraum rückt näher, kontaktieren Sie uns gerne per Telefon oder Mail und vereinbaren Sie einen Termin mit uns zur Prüfung oder Wartung Ihres Kompressors.

Mail: caliskan@landefeld.de

Telefon: 0561 – 95885 – 795 oder 0561 – 95885 – 1701

Unser technischer Vertrieb – Ihr direkter Draht zu Landefeld!
Sie haben weitere Fragen?

Unser technisches Vertriebsteam hilft Ihnen gerne weiter und unterstützt Sie bei Ihren Anliegen.

Telefonische Erreichbarkeit:

Mo. – Do.: 07:00 – 18:00 Uhr
Fr.: 07:00 – 16:45 Uhr

Inhaltsverzeichnis
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